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Vernehmlassung BVG-Reform

Date: 03.2020

Thème: Politique sociale

Vernehmlassung: Reform der beruflichen Vorsorge (BVG-Reform)

An das

Bundesamt für Sozialversicherungen

Bereich Leistungen AHV/EO/EL

Effingerstr. 20

3003 Bern

Bern, den 26. März 2020

Vernehmlassung: Reform der beruflichen Vorsorge (BVG-Reform)

Sehr geehrter Herr Bundesrat Berset
Sehr geehrte Damen und Herren

Die VASOS (Vereinigung aktiver Senioren- und Selbsthilfeorganisationen der Schweiz) bedankt sich für die Möglichkeit einer Stellungnahme zur Vorlage „Reform der beruflichen Vorsorge“ (BVG).

  1. Allgemeine Bemerkungen

Wir begrüssen die Vorlage, geht sie doch in die richtige Richtung, weil

  • Sie sichert die bestehenden Renten mit kleinen Verbessrungen der tieferen Einkommen;
  • Sie folgt im Grundsatz dem Kompromiss der Sozialpartner vom 2. Juli 2019.

Diese Vorlage ist für die ältere Generation von grosser Bedeutung, weil damit das Rentenniveau zusammen mit der AHV gesichert werden soll.

  1. Zu den vorgeschlagenen Massnahmen

2.1: Kürzung des Koordinationsabzuges

Die VASOS unterstützt die Kürzung des Koordinationsabzuges, ermöglicht er doch auch kleineren Einkommen in eine Pensionskasse einzutreten im Hinblick auf eine kleine Rente im Alter. Wir würden sogar eine gänzliche Abschaffung dieses Satzes vorschlagen. Damit könnten einerseits alle Arbeitnehmenden mit tieferen Löhnen und Teilzeitbeschäftigten, vor allem Frauen eine Versicherung bekommen. Es wäre auch eine Entlastung des administrativen Aufwandes.

2.2: Senkung des Mindestumwandlungssatzes

Die Vorlage sieht vor, den heutigen Umwandlungssatz von 6.8 % auf 6.0% zu senken, was bei den heutigen Anlagemöglichkeiten nachvollziehbar ist. Im Prinzip sind wir mit diesem Vorhaben einverstanden, wenn die im Text vorgeschlagenen Kompensationsmassnahmen umgesetzt werden.

Diese ermöglichen das Rentenniveau, wie versprochen, zu halten.

Im Weiteren ist die Umlagerung, wie sie erfolgreich in der AHV getätigt wird, sehr zu begrüssen.

2.3.: Altersgutschriften

Im Kompromiss der Sozialpartner wird vorgeschlagen, den Satz ab dem Referenzalter 55 von 18% auf 14% zu reduzieren. Damit soll erreicht werden, dass ältere arbeitslose Personen leichter eine neue Arbeitsstelle finden.

Wenn die Eingliederung älterer arbeitsloser Menschen dadurch verbessert werden kann, ist diese Massnahme zu begrüssen:

  • Dabei würden hohe Sozialkosten, die von Steuergeldern bezahlt werden, wegfallen.
  • Die Beteiligung der älteren Menschen als Konsumenten bringen wirtschaftliche wie ethische Vorteile, wird doch dadurch ein Ausschluss von älteren Arbeitslosen vermieden.

Für die VASOS ist die soziale und wirtschaftliche Sicherheit auch im Alter ein grosses Anliegen, weshalb wir hoffen, dass die Vorlage auf breite Zustimmung stossen wird. Die Zeit drängt und Lösungen und Kompromisse in dieser wichtigen Frage unerlässlich.

Wir danken für die Berücksichtigung unserer Anliegen.

Mit freundlichen Grüssen

VASOS, Co-Präsidium

 

Bea Heim, ehemalige Nationalrätin                                 Jacques Morel, ehem. Vizedirektor BLW

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