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BVG-Kommission senkt Mindestzins

Datum: 11.2018

Thema: Sozialpolitik

Der Entscheid der BVG-Kommission, den Mindestzins auf 0,75 Prozent zu senken, ist ein weiterer Angriff auf die Renten.

Der Vorschlag der BVG-Kommission für 2019 den Mindestzins in der beruflichen Vorsorge (BVG) auf 0,75 Prozent zu senken ist von der VASOS nicht nachvollziehbar. Wir lehnen diesen Vorschlag vehement zurück. Mit einem niedrigen Mindestzins rückt die Sicherung des Lebensstandards im Alter in weite Ferne.

Mit diese Forderung zuhanden des Bundesrates werden die Probleme einer gerechten Altersvorsorge weiterhin verschärft. Die künftigen Rentner und Rentnerinnen werden immer weniger auf ein sorgenfreies Alter zählen können. Der Bundesrat ist gefordert, gegen diesen Vorschlag korrigierend einzugreifen.

Die Pensionskassen konnten ihre Reserven im 2017 deutlich aufstocken und haben entsprechende Renditen zwischen 7 und 8 Prozent erwirtschaftet. Es ist somit in keine Weise angebracht, eine Reduzierung des Mindestzinses zu fordern. Im Gegenteil wäre eine Erhöhung von 1.25 Prozent keineswegs ein Problem gewesen. Wenn keine Erhöhung beschlossen werden soll, so muss mindestens die heutige Regelung von 1 Prozent bestehen bleiben.

Der Bundesrat ist gut beraten, diesen pessimistischen Vorschlag der Kommission zu ignorieren, soll nicht die in der Bundesverfassung festgelegte Zielsetzung, wonach erste und zweite Säule den Lebensstandard im Rentenalter angemessen sichern sollen.

Für Rückfragen:

Bea Heim, Co-Präsidentin, 079 -790 52 03
Jacques Morel, coprésident, 079 – 606 50 85
Inge Schädler, Vizepräsidentin 079 – 614 94 92

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