Erfreuliches Nein zur 10 Millionen-Schweiz-Initiative- Wermutstropfen beim Zivilschutz
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Die nationalen Abstimmungen vom 14. Juni brachten für uns Seniorinnen und Senioren Licht und Schatten. Dem erfreulichen Nein zur 10-Millionen-Schweiz-Initiative steht das knappe Ja zur Zivilschutzreform gegenüber.
Am 14. Juni kamen zwei nationale Vorlagen zur Abstimmung, die aus Sicht älterer Menschen von grosser Bedeutung sind: die Volksinitiative der SVP zur 10-Millionen-Schweiz und die Änderung des Zivilschutzgesetzes. Einerseits wurde die gefährliche Volksinitiative der SVP, welche die Bevölkerung der Schweiz bei 10 Millionen deckeln wollte, recht deutlich abgelehnt. Diese Initiative hätte es nicht nur erschwert, die nötigen Fachkräfte in zahlreichen Branchen wie Pflege, Bau, Gastronomie oder Reinigung zu rekrutieren, die auch im Alltag älterer Menschen eine wichtige Rolle spielen. Die Initiative hätte auch unsere Gesellschaft noch stärker altern lassen, denn die Geburtenrate alleine in der Schweiz ist ja rückläufig. Und das hätte unsere Vorsorgesysteme (AHV, Pensionskassen), aber auch das Gesundheitssystem noch mehr in Schieflage gebracht. All das konnte durch das Volks-Nein verhindert werden, auch wenn zahlreiche Probleme damit natürlich noch nicht gelöst sind, etwa bei der Wohnungssuche oder im Pflegebereich. Vor allem hier erwartet die ältere Bevölkerung nun von Bundesrat und Parlament, dass sie die angenommene Pflegeinitiative ohne Abstriche und so schnell wie möglich umsetzen!
Die zweite wichtige Vorlage vom 14. Juni, eine Änderung des Zivilschutzgesetzes, wurde mit einem knappen Mehr angenommen. Der Zivilschutz wird damit reformiert, und der Zutritt dazu wird verschärft, was bedeutet, dass weniger junge Menschen künftig im Zivilschutz Dienst leisten werden. Damit ist zu erwarten, dass in zahlreichen Einrichtungen, wie Alters- und Pflegezentren, Tageseinrichtungen, Gemeinschaftszentren, Spitälern, Heimen, usw. Personal fehlen wird, das durch Zivilschützer gestellt wurde. Dieser Entscheid schwächt den sozialen Zusammenhalt und einen wichtigen Dienst an der Gemeinschaft, vor allem an älteren Menschen, was sehr bedauerlich ist. Auch hier kann man nur auf die Bedeutung der Pflegeinitiative verweisen, denn der Druck auf das Gesundheitssystem beziehungsweise auf das Pflegepersonal wird mit der Reform des Zivildienstes zunehmen.
Markus Kunz, Mitglied Redaktionsteam VASOS