Hitze in Heimen, Spitälern und Schulen
Thema: Gesundheit, News
Wir müssen handeln – bevor der nächste Sommer kommt!
Tagtäglich leisten Pflegende unverzichtbare Arbeit – in Spitälern, Pflegeheimen und bei der Spitex, Die Schweiz muss sich auf häufigere und intensivere Hitzeperioden einstellen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder sowie kranke und pflegebedürftige Personen. Für viele von ihnen ist extreme Hitze nicht nur unangenehm, sondern eine ernsthafte gesundheitliche Belastung bis hin zu einer lebensbedrohlichen Gefahr.
Auch die erneut festgestellte Übersterblichkeit während Hitzetagen zeigt: Der Schutz vor Hitze muss zu einer gemeinsamen Aufgabe von Bund, Kantonen, Gemeinden und den Trägerschaften von Heimen, Spitälern und Schulen werden.
Es ist deshalb zu begrüssen, dass GLP-Nationalrat Patrick Hässig mit seinem Vorstoss die Bedeutung von Klimaanlagen in Heimen thematisiert. Sie können kurzfristig eine wichtige Entlastung bringen – insbesondere dort, wo vulnerable Menschen leben. Auch aus energetischer Sicht können effiziente Kühlsysteme sinnvoll sein, wenn sie mit erneuerbarem Strom betrieben werden.
Hitzeschutz in Alters- und Pflegeheimen- ein Qualitäts- und Gesundheitsthema
Mit Klimaanlagen allein ist es nicht getan. Die Schweiz muss ihre Gebäude hitzeresilient machen. Eine im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) erstellte Studie des Swiss TPH (Schweizerisches Tropeninstitut) zeigt deutlichen Handlungsbedarf: Es bestehen Lücken beim Hitzeschutz, und Hitze belastet Patientinnen und Patienten, Bewohnende sowie das Personal erheblich. Viele Alters- und Pflegeheime befinden sich zudem in älteren, schlecht isolierten Gebäuden.
Notwendig sind deshalb langfristige Investitionen: bessere Dämmung, Beschattung, begrünte Dächer und Fassaden, angepasste Lüftungskonzepte sowie erneuerbare Energie- und Kühlsysteme. Hitzeschutz beginnt nicht erst beim Thermometer, sondern bereits bei Planung, Bau und Sanierung von Gebäuden.
Öffentlicher Aufruf der VASOS
Die VASOS ruft Bund, Kantone, Gemeinden und Institutionen dazu auf, gemeinsam dafür zu sorgen, dass Spitäler, Alters- und Pflegeheime sowie Schulen hitzeresilient werden. Dazu braucht es koordinierte Strategien, verbindliche Hitzeschutzkonzepte und gezielte Förderprogramme.
Der Bund soll nationale Ziele setzen und bestehende Instrumente wie EnergieSchweiz, das Gebäudeprogramm und die Förderung erneuerbarer Energien gezielt für den Hitzeschutz weiterentwickeln. Die Kantone können über Bau- und Energievorschriften sowie Förderprogramme Verbesserungen vorantreiben. Gemeinden und Trägerschaften sind gefordert, konkrete Massnahmen umzusetzen.
Hitzeschutz ist eine gemeinsame Verantwortung. Er dient nicht nur der Klimaanpassung, sondern vor allem dem Gesundheitsschutz. Besonders Menschen, die sich nicht selbst schützen können, sind darauf angewiesen, dass Politik und Institutionen jetzt handeln – bevor die nächste Hitzewelle kommt.
VASOS – FARES – FAPAS
Bea Heim Inge Schädler Ursula Zeller
Präsidentin, aNationalrätin Vizepräsidentin AG Wohnen & Mobilität