Nein zu den Verschärfungen des Zivildienstes
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Am 14. Juni stimmt das Schweizer Volk darüber ab, ob die Zulassungen zum Zivildienst um über 40 Prozent gesenkt werden sollen.
Damit würden wichtige Leistungen in der Pflege und in den Altersheimen wegfallen!
Der Zivildienst ist eine Alternative zur Armee für junge Männer, die aus Gewissensgründen keinen Militärdienst leisten wollen. Das verfassungsmässige Recht auf Wehrdienstverweigerung würde durch die Verschärfung des Gesetzes stark eingeschränkt.
Die Zivildienstleistenden unterstützen in ihren Einsätzen das Fachpersonal in unzähligen Betrieben und tragen so dazu bei, den Personalmangel im Sozial- und Gesundheitswesen zu verringern. Wichtige Bereiche funktionieren dank der Zivildienstleistenden – so zum Beispiel Pflegeheime, Spitäler, Schulen, Naturschutzgebiete oder landwirtschaftliche Betriebe.
Mit der nun zur Abstimmung stehenden Revision soll der Zugang zum Zivildienst verschärft werden. Dies unter anderem durch einen obligatorischen Einsatz im ersten Jahr nach der Zulassung, ohne Rücksicht auf Studium, Familienleben oder berufliche Verpflichtungen oder durch die Abschaffung von Einsätzen für Medizinstudierende – trotz des akuten Mangels an Pflegepersonal.
Ob die Armee davon profitieren wird, ist völlig unklar, denn ein grosser Teil der Dienstpflichtigen würde wohl den sogenannten «blauen Weg» wählen und sich über ein medizinisches Gutachten ausmustern lassen.
Zivildienstleistungen sind unverzichtbar – insbesondere in Pflegeheimen, Spitälern, Schulen und beim Naturschutz. Wer aus Gewissensgründen den Militärdienst ablehnt, übernimmt im Zivildienst Verantwortung für die Gesellschaft. Wir dürfen junge Menschen nicht davon abhalten, sich für die Gemeinschaft einzusetzen.
Deshalb braucht es ein klares NEIN am 14. Juni.
Marc Joset, Graue Panther NWCH, Seniorenrat Baselland, Delegierter VASOS und Schweizerischer Senior:innenrat