Nein zur Erhöhung der Mindestfranchise – Sie trifft vor allem Kranke und Ältere
Thema: Gesundheit, News, Sozialpolitik
VASOS-FARES lehnt eine Erhöhung der Mindestfranchise klar ab. Sie bringt keine Senkung der Gesundheitskosten, sondern belastet vor allem ältere Menschen, chronisch Kranke und Personen mit kleinen Renten.
Wer regelmässig medizinische Hilfe braucht, kann zusätzlichen Kosten kaum vermeiden. Schon heute verzichten viele Menschen aus finanziellen Gründen auf Arztbesuche. Eine höhere Franchise könnte dazu führen, dass noch mehr Personen notwendige Behandlungen aufschieben. Das kann Krankheiten verschlimmern und am Ende sogar höhere Kosten verursachen und damit die Krankenkassenprämien zusätzlich in die Höhe treiben.
Dass die geplante Franchisen Erhöhung auf längere Sicht die Kosten dämpfen würde – ist ein Trugschluss.
Statt kranke Menschen stärker zu belasten, braucht es andere Lösungen: endlich eine kohärente Gesundheitsförderung und Präventionsstrategie, weniger nicht unbedingt nötige Eingriffe, weniger Fehl- und Übermedikation und tiefere Medikamentenpreise. Das wäre echtes Sparen und vor allem wäre dies nicht auf Kosten der Kranken, sondern ganz im Gegenteil: es wäre zielführend im Interesse der Kranken und der Versicherten und deren Prämien.
Für die VASOS ist klar: Sparen darf nicht auf Kosten der Gesundheit gehen. Eine höhere Franchise ist keine Lösung, sondern eine zusätzliche Belastung für diejenigen, die sie am wenigsten tragen können.
Bea Heim, Präsidentin VASOS
Foto: Keystone SDA