Steter Tropfen höhlt den Stein
Thema: News
Sicher bleiben im Internet und am Telefon
Betrüger werden leider immer geschickter. Sie nutzen das Internet, Telefon oder sogar künstliche Intelligenz, um an persönliche Daten und Geld zu kommen. Darum lohnt es sich, die wichtigsten Verhaltensregeln immer wieder in Erinnerung zu rufen – denn Steter Tropfen höhlt den Stein.
1. Keine Links aus fremden Webseiten oder Suchergebnissen anklicken
Klicken Sie nie auf einen Link, der angeblich zu Ihrer Bank oder Ihrem Kreditkarten-Unternehmen führt – besonders nicht aus einer Google-Suche oder einer unbekannten Webseite.
Diese Seiten können täuschend echt aussehen. Gibt man dort seine Daten ein, landen sie direkt bei Betrügern. Im Hintergrund loggen sich diese auf der echten Bankseite ein, fangen auch den Sicherheitscode (Zwei-Faktor-Code) ab und haben damit Zugriff auf Ihr Konto.
Oft erscheint bei Ihnen eine scheinbar harmlose Fehlermeldung – doch der Schaden kann bereits geschehen sein.
Was tun, wenn das passiert?
• Sofort Ihre Bank kontaktieren
• Anzeige bei der Polizei erstatten
2. Keine Links aus SMS, WhatsApp oder E-Mails öffnen
Erhalten Sie eine Nachricht mit einem Link, z. B. «Ihr Konto wurde gesperrt» oder «Bitte bestätigen Sie Ihre Daten» – nicht anklicken!
Diese Nachrichten stammen nicht von Ihrer Bank oder Behörde, sondern von Betrügern, die versuchen, Sie in Panik zu versetzen.
Rufen Sie Ihre Bank immer nur über Ihren gespeicherten Favoriten-Link auf oder geben Sie die Webadresse manuell ein, z. B.
www.meine-bank.ch oder www.meine-kreditkarte.ch
3. Vorsicht bei Anrufen oder Mails von «Behörden»
Betrüger geben sich oft als Polizei oder Bundesbehörde aus. Sie behaupten, Sie hätten gegen Gesetze verstossen oder Ihr Konto sei in Gefahr.
Die Telefonnummern sehen oft echt aus, sind aber gefälscht.
Wichtig:
Echte Behörden rufen nicht an und schicken keine E-Mails in solchen Fällen – sie schreiben Briefe.
Legen Sie sofort auf und erzählen Sie niemandem persönliche Informationen.
4. Falsche Support-Anrufe von Microsoft oder Apple
Vorsicht, wenn sich jemand am Telefon als «Mitarbeiter von Microsoft oder Apple» ausgibt und sagt, Ihr Computer habe ein Problem.
Diese Personen wollen Sie nur dazu bringen, eine Software herunterzuladen, über die sie dann Zugriff auf Ihren Computer und Ihre Daten erhalten.
Richtig reagieren:
• Nicht auf die Anweisungen eingehen
• Sofort auflegen
5. Betrug mit Künstlicher Intelligenz (KI)
Dank moderner Technik können Betrüger inzwischen täuschend echte Stimmen, Bilder oder Videos erzeugen.
Häufig wird behauptet, ein Verwandter sei in Not – vielleicht mit einem Video oder einer bekannten Stimme. Ziel ist, Sie zu schockieren und zu schnellen Überweisungen zu bewegen.
So verhalten Sie sich richtig:
• Ruhe bewahren
• Telefon auflegen oder Chat beenden
• Überlegen, ob die Geschichte stimmen kann
• Den Verwandten über die bekannte, gespeicherte Nummer anrufen
• Nicht auf die angezeigte Nummer oder Nachricht reagieren
Kurze Sicherheits-Checkliste
• Keine Links aus unbekannten Quellen anklicken
• Webseiten immer manuell oder über Favoriten öffnen
• Niemals auf Behörden- oder Support-Anrufe eingehen
• Bei Unsicherheit: Auflegen, nachdenken, Bank oder Polizei kontaktieren
• Im Zweifel lieber einmal zu viel prüfen
Merksatz zum Schluss:
«Lieber einmal mehr auflegen als einmal zu viel klicken!»
Bleiben Sie aufmerksam – und helfen Sie auch Freunden oder Bekannten, die weniger Erfahrung mit dem Internet haben. Gemeinsam sind wir stärker gegen Betrug!
Bruno Weideli, VASOS Delegierter im SSR