UBS-Vorschläge gefährden die Solidarität der Altersvorsorge
Thema: News, Sozialpolitik
Die UBS propagiert den Umbau der Altersvorsorge. Die VASOS warnt: Die Pläne würden die AHV stärker den Finanzmärkten aussetzen und mehr Risiken auf die Versicherten abwälzen.
Zu den Vorschlägen der UBS gehören unter anderem:
- Die AHV soll vom heutigen Umlageverfahren zu einem Kapitaldeckungsverfahren wechseln. Die Beiträge würden vermehrt an den Finanzmärkten angelegt – mit neuen Risiken für die Versicherten.
- Die Pensionskassen sollen stärker privatisiert werden. Garantien sollen wegfallen, die Höhe der Renten würde noch stärker von den Entwicklungen der Finanzmärkte abhängen.
- Die Säule 3a soll ausgebaut werden. Höhere Einzahlungen und ein steuerfreier Bezug würden vor allem Menschen mit hohen Einkommen begünstigen.
- Leistungen wie Hinterlassenen- und Invalidenrenten sollen teilweise gestrichen und durch private Versicherungen ersetzt werden.
Kritik: diese Vorschläge würden, wen wunderts, vor allem die Finanzindustrie stärken, während die Risiken bei den Versicherten liegen. Besonders betroffen wären Menschen mit tiefen Einkommen und ältere Personen.
Für die VASOS ist klar: Die AHV lebt von der Solidarität zwischen den Generationen. Sie darf nicht zu einem Geschäft für Finanzanbieter werden. Statt die Altersvorsorge unsicherer zu machen, braucht es Lösungen, die allen Menschen eine sichere Rente ermöglichen.
Kurzfassung: Bea Heim, Präsidentin VASOS
Quelle «Infosperber, Marco Diener» – Nun greift auch die UBS die AHV an – infosperber