Umsetzung des Kostendämpfungspakets 2 im Arzneimittelbereich
Thema: Gesundheit, News
Die VASOS begrüsst das «Kostendämpfungspaket 2» zur Eindämmung der steigenden Arzneimittelkosten. Diese Entwicklung erfordert Massnahmen, um die Prämien bezahlbar zu halten und die Solidarität im KVG zu sichern – ohne die Versorgung oder den Zugang zu Therapien zu gefährden.
Die vorgeschlagenen Instrumente (Kostenfolge- und Preismodelle, Vergütung ab Zulassung, WZW-Prüfung) bieten Chancen, bergen aber Risiken. Entscheidend sind Transparenz über Einsparungen und Folgen sowie eine kritische Beobachtung von Verzögerungen, Preissteigerungen und möglichen Versorgungslücken.
Positiv ist der schnellere Zugang zu Innovationen ab Zulassung. Gleichzeitig braucht es eine stärkere Pharmakovigilanz und eine gesicherte Versorgung mit kostengünstigen Arzneimitteln, insbesondere Antibiotika.
Abgelehnt wird die Ausweitung der Kostenbeteiligung bei Medikamenten mit erhöhtem Selbstbehalt. Sie belastet chronisch Kranke und ältere Menschen zusätzlich und gehört in ein ordentliches Gesetzgebungsverfahren. Mehr Generika sind sinnvoll, aber nicht über höhere Patientenkosten zu erreichen. Wirksamer sind automatische Substitution in Apotheken oder Anreize für die Verschreibung durch Ärztinnen und Ärzte. Solche Massnahmen wirken, weil sie beim System ansetzen. Die Vorlage hingegen folgt einem problematischen Trend steigender Eigenkosten ohne nachweislichen Nutzen für die Prämienzahlenden. Deshalb wird dieser Punkt abgelehnt.
VASOS
Bea Heim Inge Schädler
Präsidentin, aNationalrätin Vizepräsidentin
- Arzneimittel KVV KLV_Vasos_D | Herunterladen
- Modification de l'Ordonnance sur l'assurance-maladie_FARES_F | Herunterladen